Lungenfische mit Gartenwerkzeug angeln

Naja, von Angeln kann bei dieser Fangmethode eigentlich nicht die Rede sein. Zum einen ist das Angelmaterial eine Hacke und zum anderen ist das Wasser schon lange weg. Trotzdem werden Fische gefangen bzw. gefunden.

In dem nachfolgenden Video aus Ghana seht Ihr Einheimische auf der Suche nach Lungenfischen, die sich tief in der Erde vergraben haben. Dort warten sie auf besseres Wetter, das heißt auf ausgiebige Regenfälle und steigendes Wasser! Es wurden schon Lungenfische gefunden, die eine vierährige Trockenperiode überwunden haben. Die Lungenfische, die relativ eng mit den Quastenflossern verwandt sind, sind somit echte „Urviecher“ und Überlebenskünstler.

Wieso können Lungenfische so lange ohne Wasser überleben? Je nach Art haben Lungenfische  Kiemen zur Atmung im Wasser und Lungen, um Luft von der Wasseroberfläche zu atmen. Diese Fähigkeit erlaubt es den Lungenfischen in beiden Elementen zu überleben. Einige Arten sind auf die Lungenatmung angewiesen und ersticken sogar, sofern sie zu lange unter Wasser sind.

Sobald das Wasser sinkt und nur noch Schlammlöcher zurückbleiben, beginnen die afrikanischen Lungenfische sich im Schlamm zu vergraben. Um nicht auszutrocknen, bilden sie aus dem eigenen Schleim und dem Schlamm eine Schutzkapsel. Die getrocknete Kapsel schützt die Lungenfische so gut, dass lange Phasen ohne Wasser und sengende Hitze überstanden werden können. Die Lungenfische verraten ihren Aufenthaltsort unter der Erde allerdings, denn sie benötigen zur Atmung ein Luftloch. Findet man in einem ausgetrockneten Tümpel oder Flusslauf solche Luftlöcher, so ist sicher ein Lungenfisch in der Nähe vergraben.

Die Lungenfische wurden von Einheimischen früher gerne gesammelt und als Lebendvorrat für schlechte Zeiten gehalten. Auch heute noch werden Lungenfische gegessen.

Laufzeit: 6:38 Minuten

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